Herkunft ungewiss? – Kunstwerke und ihre Besitzergeschichte

Öffentliche Ringvorlesung zur Provenienzforschung in Kooperation zwischen der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz und dem Institut für Kunstgeschichte der Universität des Saarlandes

Provenienzforschung stellt gegenwärtig ein zentrales Feld heutiger Museumsarbeit dar, das sich mit der Eigentumsgeschichte von Kunstwerken und Sammlungsobjekten beschäftigt. Insbesondere Werke, die in der Zeit des Nationalsozialismus unterZwang ihren Besitzern entzogen wurden, oder im Krieg durch die Siegermacht geraubtes und verlagertes Beutegut stellen heikle Sonderfälle dar, die die Forscher oft zu komplexen juristischen Sachverhalten, sowie zu berührenden persönlichen Schicksalen führen. Aber auch historisch gewachsene archäologische und ethnologische Sammlungen des 19. Jahrhunderts erfordern die Erforschung ihrer früheren Besitzverhältnisse.

Informationen: Besucherservice Saarlandmuseum, Telefon (0681) 9964-234, service@saarlandmuseum.de

 

4. Oktober 2017, 18.00 Uhr Saarbrücken, Schlosskirche

Beutekunst – kriegsbedingt verlagerte Kunst- und Kulturgüter in Russland: Geschichte und Potentiale

Referent: Prof. Dr. Dr. h. c.mult. Hermann Parzinger, Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin.

 

18. Oktober 2017, 18.00 Uhr Saarbrücken, Schlosskirche

»Bilder haben komplizierte Schicksale wie Menschen.« Einblicke in die Privatsammlung Kohl-Weigand im Saarlandmuseum.

Referentin: Maité Schenten M. A., Saarlandmuseum Saarbrücken

 

29. November 2017, 18.00 Uhr Saarbrücken, Schlosskirche

Von Gurlitt zu Marlitt – Überlegungen zum Boom der Provenienzforschung

Referent: Dr. Bernd Mohnhaupt, Universität des Saarlandes

 

6. Dezember 2017, 18.00 Uhr Saarbrücken, Schlosskirche

»Entartete Kunst« – ein Sonderfall der Provenienzforschung

Referent: Dr. Andreas Hüneke, Freie Universität Berlin

 

13. Dezember 2017, 18.00 Uhr Saarbrücken, Schlosskirche

Das Schicksal römischer Adelssammlungen und die Provenienzforschung des Getty Research Institut (Los Angeles)

Referentin: Prof. Dr. Gabriele Clemens, Universität des Saarlandes


Veröffentlicht am 10. September 2017