Zur Verfolgung von Sinti und Roma – Einführung in die Geschichte des Antiziganismus im 20. Jahrhundert

Vortrag von Dr. Alexander Friedman am Dienstag, 21.05.2019, um 18.00 Uhr im Stadtarchiv Saarbrücken

Der Begriff „Antiziganismus“ beschreibt die Feindschaft gegenüber Roma, Sinti und anderen Gruppen, die von der Mehrheitsgesellschaft als „Zigeuner“ stigmatisiert werden, damit verbunden gesellschaftliche und staatliche Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung bis hin zu Vertreibung, Pogromen, Internierung, Zwangssterilisierung und

staatlich organisiertem Völkermord. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus rückten ab den 1990er Jahren Roma in das Blickfeld von Wissenschaftlern, internationalen Organisationen, Regierungsinstitutionen und NGOs, welche die Geschichte und die aktuelle Situation dieser ethnischen Minderheit reflektieren und zudem die Entwicklung

des Antiziganismus thematisieren. Der Vortrag bietet einen Überblick zur Geschichte von Sinti und Roma in Deutschland und in Europa im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen dabei der nationalsozialistische Völkermord an Sinti und Roma und seine Rezeption in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR.

Der Eintritt ist frei.

Ort: Veranstaltungsraum des Stadtarchivs Saarbrücken

Deutschherrnstraße 1, 66117 Saarbrücken


Veröffentlicht am 24. April 2019